Die Schau war ein ausgesprochen denkwürdiges Erlebnis für uns . . .
Wir waren überrascht, dass auf einer Weltausstellung, bei der über 23.000 Hunde gemeldet waren, sich kein Hovawart-Spezialist als Richter hatte auftreiben lassen . . .
Der norwegische Allgemeinrichter hatte es sich zur Aufgabe gemacht ALLE achtzehn Rüden der Offenen Klasse gleichzeitig zu richten. Hunde und Hundeführer versuchten sich zusammen in dem viel zu kleinen Hallen-Ring irgendwie so zu positionieren, dass es nicht zu größeren Auseinandersetzungen zwischen den teilweise schon sehr gestressten Hunden und Besitzern kommen sollte . . . leider ohne nennenswerten Erfolg.
Spießruten laufen war absolut vorprogrammiert . . .
Die Hunde saßen, standen oder hopsten dicht an dicht gedrängt am Rande des Ringes auf einer Bahn aus Kunstrasen. Dieser war im Ursprung wohl dazu gedacht gewesen, den Hunden auf dem glatten Hallenboden das Laufen zu erleichtern. Weit gefehlt An eine schön gelaufene Runde an lockerer Leine, war nicht zu denken . . . Die Lautstärke in der Halle tat ihr Übriges.
Banshee wurde als erster der 18 Rüden gerichtet. Wir versuchten uns neben dem Teppich an 17 ausgewachsenen Rüden vorbei zu schlängeln und dabei noch irgendwie einen guten Eindruck zu hinterlassen. Leider kamen wir nicht sehr weit. Schon nach ein paar Schritten versuchte der Erste uns den Weg abzuschneiden und nach Banshee zu schnappen. So ging die Runde erstmal im „Schritt“ weiter. Kläffen, Schnappen, Knurren . . . Stress pur.
Banshee war so irritiert, dass er sich nicht richtig zeigen konnte. An "Laufen" war gar nicht zu denken. Denn die Leute, die etwas weiter vom Richtertisch weg standen hatten, aufgrund der Lautstärke in der Halle, noch gar nicht mitbekommen, dass das Richten begonnen hatte. Die meisten Starter standen noch im Ring herum und versuchten ihre Hunde unter Kontrolle zu bekommen. Man kann sich vorstellen, dass die Leute sich dementsprechend nicht briefmarkenplatt an den Rand drückten, sondern mit ihren Hunden einfach im Weg standen.
Wir stolperten unsere Runde, so gut wie wir konnten, und ich versuchte mein Bestes, um Banshee vor den Attacken der anderen Hunde zu schützen.
Leider ohne Erfolg . . .
Zu guter Letzt wurde Banshee auch noch im Ring gebissen!
Leider ohne Konsequenzen für den Beißer . . .
Aber für solche Kleinigkeiten hat man wohl kein Auge, wenn man so viele Hunde gleichzeitig beurteilen will . . .
Wir bekamen unseren interessanter Weise auf norwegisch abgefassten Richterbericht sofort und mussten den Ring verlassen. Somit leerte sich der Ring zusehends mit jedem beurteilten Hund. Am Schluss war nur noch ein Starter im Ring. Dieser hatte wirklich Platz zu laufen . . .
Ergebnis:
Der Richter hat jeweils einen der letzten Rüden jeder Klasse als Sieger auserkoren. An den konnte er sich wohl gerade noch erinnern . . .
Positiv an der Schau war, dass wir nicht, wie es in Deutschland üblich ist, bis zum Schluss ausharren mussten. Da wir alle Papiere gleich wieder erhalten hatten, konnten wir die Schau problemlos verlassen. Wir machten uns noch einen schönen Tag in Mariefred und waren froh, eigentlich nur wegen unseres Urlaubs nach Schweden gekommen zu sein.

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Schauergebnisse - Rüden Offene Klasse
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| Thilwhil´s Excalibur - Exelent 1
Erotiken´s Blond Erozz - Exelent 2
Steinroller Magnus - Exelent 3
Steinroller Nandolf - Exelent 4
Dratini´s Alakazam Fenris - Exelent
Gårdvarens II Stilig - Exelent
Kieferhof´s Showy Ferio - Exelent
Lintrollets Xo - Exelent
Tervtina Cardinal - Exelent
Banshee von den Grander Tannen - Verry good
Grafitti vom Quettinger Hof - Verry good
Hayaklause Fidato Verry good
Hoffen-Hills Hejohåsåkandetgå - Verry good
Kieferhof´s Showy Ferris - Verry good
Santek von der Hausbergkante - Verry good
Scanderna´s Bogey - Verry good
Tervtina´s Conan Banderas - Verry good
Chefka´s Aim For Fame - Good

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